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Prozessqualität

Prozessmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften verfolgt wie die Gesamtuniversität einen prozessorientierten Qualitätsmanagementgedanken. Die Modellierung von Prozessen soll in diesem Zusammenhang insbesondere Transparenz für alle Betroffenen und Beteiligten schaffen. Verantwortlichkeiten werden klar definiert und somit redundante Arbeitsschritte vermieden, sowie eine schnelle Arbeitsabfolge ermöglicht. Schwachstellen werden sichtbar und führen nach einer Reorganisation zur Prozessoptimierung. Darüber hinaus können aufgrund einer nachvollziehbaren Ablaufstruktur, etablierte Mitarbeitende neue Tätigkeiten bzw. neue Arbeitsabläufe effektiver umsetzen und neue Mitarbeitende in ihrer Einarbeitungsphase wesentlich unterstützt werden.

Die Prozesslandkarte

Die Prozesse des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften werden in Form einer Prozesslandkarte abstrahiert dargestellt. Detaillierte Prozessbeschreibungen finden sich dabei in den nachgelagerten Konkretisierungsebenen wieder. Die Landkarte unterscheidet grundsätzlich zwischen Management-, Kern- und Supportprozessen. Im Zentrum stehen dabei die Kernprozesse, also die originären Aufgaben der Universität: die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen universitären Bildung und Forschungsumgebung. Der Fokus in Lehre und Studium richtet sich auf die grundständige Lehre, dessen Ablauf sich am Student-Life-Cycle orientiert. Dieser sieht eine systematische Gestaltung des Bildungsprozesses der Studierenden am Fachbereich vor. Weiter versteht der Fachbereich die Weiterbildung und Förderung der Doktorandinnen und Doktoranden als Kernaufgaben. Die Kernprozesse werden von den Managementprozessen beeinflusst. Letztere übernehmen somit eine Steuerungsfunktion. Neben normativen Gestaltungsprozessen, welche die Grundordnungen, Visionen und Kultur beinhalten, werden dort auch strategische Entwicklungsprozesse in Bezug auf den Fachbereich, die angebotenen Programme und die Organisationsgestaltung beschrieben. Darüber hinaus werden die Kernprozesse von den Supportprozessen gefördert und unterstützt. Sie sind somit dafür verantwortlich, dass die Kernprozesse störungsfrei, optimal und mit hoher Qualität vollzogen werden können. In diesem Zusammenhang wirken die Supportprozesse indirekt auf die genannten Kernprozesse.

Management von Studiengängen – Der Weiterentwicklungsprozess

Der Prozess der Weiterentwicklung von Studiengängen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften ist dem strategischen Management des Programmportfolios zuzuordnen und als einer der Wesentlichsten zu verstehen.

Die Weiterentwicklung von Studiengängen besteht aus zwei Elementen. Die Basis bildet die Studiengangsmatrix, der Prozess der Weiterentwicklung knüpft an diese Matrix an. Die Weiterentwicklung verläuft innerhalb der QM-Struktur des Fachbereichs und integriert alle Ebenen: die Fachbereichsebene als studiengangsübergreifende Ebene (alle Bachelor-/Masterstudiengänge), die Studiengangsebene sowie die Modulebene (Strukturqualität).

Als Grundlage dient die Studiengangsmatrix (Studiengangsmatrix), die den Qualitätsregelkreis auf Studiengangsebene explizit abbildet. Ausgehend von den definierten Studiengangszielen werden die passenden Konzepte, die Implementierung, das Monitoring und das Follow-Up dargestellt. Die Matrix dient damit der systematischen Dokumentation zur Weiterentwicklung der Studiengänge und liegt für alle Bachelor- und Masterstudiengänge des Fachbereichs vor. Verantwortlich für die Erstellung sowie den Inhalt ist die jeweilige Studiengangskoordinatorin bzw. der jeweilige Studiengangskoordinator, die/der die Studiengangsmatrix zur Diskussion in die Qualitätsausschüsse auf Studiengangsebene einbringt.

Der Prozess der Weiterentwicklung knüpft an die Studiengangsmatrix an und führt diese in der Logik des Qualitätsregelkreises fort. Die Weiterentwicklung setzt bewusste Qualitäts-entwicklungsschwerpunkte (QES) ein. Bei der diskursiven Festsetzung der QES werden drei QES-Bereiche berücksichtigt:

  • QES-Bereich 1: Fachbereichsinterne Ziele und Daten
    • Strategische Ziele des Fachbereichs
    • Daten aus den Q-Ausschüssen (z. B. Qualitätszirkel)
    • Daten aus den Q-Instrumenten (z. B. Bachelor-/Master-Panel)
  • QES-Bereich 2: Universitätsweite Ziele und Daten
    • Bildungspolitische Ziele
    • Ziele und Daten der universitätsweiten Qualitätsarbeit (z. B. Schwerpunkte, die in der AG-Q der FAU vereinbart wurden)
  • QES-Bereich 3: Strukturelle Vorgaben, Kriterien und übergreifende Empfehlungen
    • Strukturelle Vorgaben (=Kriterien für die konzeptionelle Einordnung des Studiengangs lt. Akkreditierungsrat)
    • Weitere Kriterien für die Systemakkreditierung, insbesondere Kriterien der Merkmalsstichprobe
    • Weitere universitätsübergreifende Empfehlungen, insbesondere Empfehlungen der Universität Bayern e. V.

Die Bachelor-/Masterkommission für Lehre und Studium wählt aus diesen drei Bereichen Schwerpunkte aus, die innerhalb von ein bzw. zwei Semestern bearbeitet werden und legt ein abgestimmtes Vorgehen fest. Die Auswahl erfolgt aufgrund strategischer Relevanz oder problembasiert. Die jeweiligen Qualitätsausschüsse auf Studiengangsebene diskutieren und bearbeiten die QES anschließend entlang des Qualitätsregelkreises. Das bedeutet, dass zu dem jeweiligen Schwerpunkt die Ziele geprüft bzw. definiert werden, die in diesem Bereich dem Studiengang zugrunde liegen und daraufhin das passende Konzept festgelegt wird. An die Implementierung knüpft die Ergebnisüberprüfung an. Diese kann sowohl durch die Ergebnisse der Qualitätsinstrumente als auch durch die Qualitätsausschüsse (als Instrumente im weiteren Sinne) erfolgen. In einem weiteren Schritt ist zu überlegen, welche Konsequenzen aus der Ergebnisüberprüfung zu ziehen sind. Die Bearbeitung des Schwerpunktes entlang des Qualitätsregelkreises wird in der Studiengangsmatrix dokumentiert.

Werden Maßnahmen für sinnvoll erachtet, die nicht alleine den jeweiligen Studiengang betreffen, bringt diese die Studiengangskoordinatorin bzw. der Studiengangskoordinator in der Bachelor-/Masterkommission für Lehre und Studium als Verbesserungsvorschlag an. Daraufhin wird diskutiert, welche studiengangsübergreifenden Maßnahmen abzuleiten sind. Im gesamten Prozess der Weiterentwicklung wird der Qualitätsregelkreis sowohl auf Studiengangsebene als auch auf der Ebene aller Bachelor- und Masterstudiengänge abgebildet.

Subsidiarität

Neben dem beschriebenen Prozess zur Festlegung und Bearbeitung der QES ist das Prinzip der Subsidiarität wesentlich für die Weiterentwicklung der Studiengänge. Da Zuständigkeiten im Qualitätsmanagement klar definiert sind, werden Aufgaben auf der dafür verantwortlichen Ebene erledigt. Die vernetzte QM-Struktur ermöglicht eine Weiterleitung von Aufgaben und Problemen auf die nächsthöhere Ebene. So werden studiengangsspezifische Fragestellungen und Probleme auf der Ebene der Studiengänge in den dafür vorgesehenen Qualitätsausschüssen behandelt und gelöst, unabhängig von der Wahl des QES.